Rupert-Egenberger-Schule:

Erhard Widl als Pädagoge mit Herz verabschiedetchließen

  • erschienen im OVB Mangfallboten, sowie im OVB online

 

Regierungsschuldirektor Klaus Funke (links) überreichte die „Pensionierungs-Urkunde“ an Erhard Widl.

„Der Ruhestand ist ein Zustand, auf den man lange hinarbeitet – und plötzlich ist der da.“ Diese Worte stellte der stellvertretende Landrat Josef Huber an den Anfang seiner Ansprache anlässlich der Verabschiedung von Erhard Widl, dem Leiter der Rupert-Egenberger-Schule.

 

Bad AiblingDie Feierstunde unter anderem mit Schülern, Eltern, Lehrkräften und vielen Gästen fand im Veranstaltungssaal des Novalis-Hauses statt. Huber ließ die berufliche Laufbahn des scheidenden Schulleiters des Sonderpädagogischen Förderzentrums kurz Revue passieren, der seinen Beruf mit viel Herzblut ausgeführt habe. „Seit 2009 waren Sie Rektor dieser ganz besonderen Schule. Sie sind fachlich hoch qualifiziert und haben trotzdem nie vergessen, dass es um die Kinder geht“, betonte er.

Seit 2009 Chef im Förderzentrum

Widl habe den Kindern das Gefühl gegeben, dass ihr Anderssein nichts Besonderes ist. „Sie sind ein Pädagoge mit Herz“, attestierte er dem scheidenden Schulleiter. Abschließend dankte er Erhard Widl für seinen großartigen Einsatz für die Kinder und die Schule. Als einen „Pionier des lebenslangen Lernens“ bezeichnete Regierungsschuldirektor Klaus Funke in seiner Laudatio den scheidenden Rektor. „Erhard Widl hat die Quintessenz gezogen: Sonderpädagogik macht Spaß“, erklärte der Referent für Förderschul-Pädagogik bei der Regierung von Oberbayern. Er erinnerte unter anderem an das Frühstück-Projekt, das Widl an der Schule eingeführt habe. Mit Beginn der Pensionierung könne er jetzt als „Frühstücksdirektor“ fungieren. Am Ende seiner Rede übergab er an den in Ruhestand tretenden Rektor die „Pensionierungs-Urkunde“.

Bürgermeister Felix Schwaller bedankte sich auch in seiner Funktion als Vorsitzender des vor 25 Jahren gegründeten Fördervereins bei Erhard Wiedl für die hervorragende Zusammenarbeit. „Sie blicken auf ein erfülltes Lebenswerk zurück und hinterlassen eine gut geführte Schule mit einem hervorragenden Kollegium“. Konrektorin Angelika Held bescheinigte in ihrer Festrede dem scheidenden Chef: „Zehn Jahre haben Sie als Schulleiter den Geist der Schule maßgeblich mitbestimmt“.

Am Ende würdigte sie nicht nur die Zusammenarbeit mit dem angehenden Pensionär, sondern auch das wunderbare Engagement des Kollegiums. Widl dankte in seinem Schlusswort allen an der Durchführung der Feier Beteiligten und bekannte: „Ich verlasse die Schule mit großem Stolz“. Besonderen Dank sprach er seiner Stellvertreterin Angelika Held aus, die einen hohen Anteil am Schulklima habe. Mit den Worten „Ich weiß die Schule bei Ihnen in guten Händen“, stellte er sie unter dem Beifall der Anwesenden als seine Nachfolgerin vor und übergab ihr nicht einen symbolischen Schlüssel, sondern die „Rektor-Festplatte“.

Eingebettet war der Festakt in ein buntes, von der Schulgemeinschaft gestaltetes Programm. In einem kurzen Sketch thematisierten die Ganztags-Kinder. Die Kollegialität und Hilfsbereitschaft Widls, aber auch seine „zweite Heimat“ Kroatien. Das „Haus der Großen“ präsentierte das „Knieballett“, den „Cupsong“ und einen Hipp-Hopp-Tanz. Zum „Bananenboogie“ wurden Widl und seine Frau Elisabeth kostümiert und das tanzbegeisterte Paar legte prompt einen perfekten Boogie aufs Parkett. Zum Abschluss der heiteren Feier wurden das Lied „Wir sind Sternenkinder“ und die Schulhymne angestimmt nach dem umgedichteten Rainhard-Fendrich-Hit „Weilst a Herz host wia a Bergwerk“. Das anschließende Mittagessen in der Schule wurde mit mehreren Gstanzln, Einlagen und Geschenkübergaben angereichert